Frühlingserwachen – Die Kraft der Natur

Kategorie: Freizeit
Frühlingserwachen – Die Kraft der Natur
Dienstag, 27 Februar 2018

Endlich wieder Frühling – die Natur erwacht zu neuem Leben, es beginnt ringsum zu grünen und zu blühen und die Allermeisten freuen sich darüber, dass der Winter endlich zu Ende ist. Der Frühling ist eben eine ganz besondere Jahreszeit.

Wann beginnt der Frühling?

Der astronomische Frühlingsanfang ist am 20. März 2018, mit diesem Zeitpunkt beginnt die Jahreszeit Frühling. Astronomisch wird der Frühling auf der Nordhalbkugel durch das Primär-Äquinoktium, die erste Tag-und-Nacht-Gleiche des Kalenderjahres, festgelegt. Der kalendarische Eintrittszeitpunkt variiert und fällt je nach Schaltjahr auf den 19., 20. oder 21. März.

Für die Meteorologie-Statistik liegt der Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel der Erde am Monatsanfang, am 01. März. Der „meteorologische Frühlingsbeginn" wurde von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), einer Unterorganisation der UN, festgelegt. So werden jeweils drei Monate den Jahreszeiten zugeordnet, der Frühling umfasst entsprechend die Monate März, April und Mai.

Frühlingseuphorie oder Frühjahrsmüdigkeit?

Mehr Licht erhöht unsere Aktivität, aber warum ist das so? Mit der steigenden Lichtintensität werden vermehrt Serotonin und Dopamin ausgeschüttelt. Diese sorgen für ein allgemein besseres Befinden und bewirken eine leichte Euphorie. Doch warum leiden wir dann auch an einer Frühjahrsmüdigkeit? Die Frühjahrsmüdigkeit wird vor allem dem immer noch stark im Blut vorhandenen Schlafhormon Melatonin zugeschrieben, jedoch ist die genaue Ursache noch ungeklärt. Am schnellsten schüttelt man die Frühjahrsmüdigkeit jedoch ab, in dem man Zeit an der frischen Luft verbringt.

„Die Natur muss gefühlt werden.“ – Alexander von Humboldt

Mit dem Frühling und dem Erwachen der Natur zieht es uns verstärkt hinaus in die Natur. Und das ist gut so, denn die Natur birgt viele Heilkräfte. Schon Hildegard von Bingen (dt. Äbtissin, Dichterin, Komponistin und Universalgelehrte) weist in ihren Lebensregeln auf eine gute Mischung aus Bewegung („ohne Bewegung geht es nicht“) und Ruhe hin. Ein Spaziergang ist ein gutes Herz-Kreislauf-Training. Jeden Tag mindestens 1 Stunde in frischer Luft zu wandern, bewirkt mehr als jedes Medikament: das Immunsystem regeneriert sich, Stress wird abgebaut, die Seele beruhigt sich, der Bluthochdruck sinkt, Herz- und Lungenleistung werden verbessert, der Stoffwechsel wird angeregt und die Leistungsfähigkeit wird erhöht.

Und nicht nur Hildgard von Bingen spricht von der heilenden Kraft der Natur. So sagte einst Arthur Schopenhauer (dt. Philosoph): „Es gibt nur eine Heilkraft, und das ist die Natur; in Salben und Pillen steckt keine. Höchstens können sie der Heilkraft der Natur einen Wink geben, wo etwas für sie zu tun ist.“, oder auch der bekannte dt. Hydrotherapeut und Naturheilkundler Sebastian Kneipp gibt an: „Die Natur ist die beste Apotheke.“

Die Schönheit des Frühlings in Blüte und Farbe

Das Frühjahr ist eine Explosion der Farbe.

Zu den ersten Frühlingsboten gehören die Schneeglöckchen, auch wenn sie bereits in den Wintermonaten je nach Witterung aus dem Boden hervortreten. Ab Februar oder März blühen bereits in Laubwäldern die schönen Buschwindröschen und am Wegesrand zeigt sich das Schaumschlägerkraut. In einem strahlenden Gelb blühen das gelbe Windröschen, die Osterglocke, die fast in jeder Wohnung als Frühjahrsdeko zu finden ist, das Scharbrockskraut oder auch die Schlüsselblume und die Wiesen sind von Löwenzahn überzogen. In rotviolett-blauen Blüten bezaubern den Spaziergänger oder Wanderer Leberblümchen, Gundermann, Lungenkraut, Traubenhyazinthe oder Veilchen. Die Liste der Frühlingsboten ist lang, bunt und vielfältig. Viele der oben genannten Pflanzen sind nicht nur ein besonderer Schmaus für die Augen, sondern besitzen auch Heilkräfte, wo wir wieder beim Thema der Kraft der Natur sind. Auch wenn nicht jeder weiß, wie man aus Blüten und Pflanzen das ein oder andere Heilmittel in Form von Saft, Tee oder auch Creme zaubert, so reicht es doch vollkommen aus, sich hinaus in die Natur zu begeben und die Schönheit und den Zauber des Frühjahrs in sich auf zu nehmen. Johann Wolfgang von Goethe hätte es nicht besser beschreiben können als mit seinem Ausspruch: „Blumen sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat.“

„Radfahren ist Meditation in Bewegung.“ - Bert von Radau, dt. Psychologe & Autor

Pilgerväter, Philosophen, Dichter und Komponisten waren begeisterte Spaziergänger und kamen dabei auf ihre besten Einfälle. So verdankt z.B. Søren Kierkegaard, dänischer Philosoph, der Natur so einiges: „Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen und kenne keinen Kummer, den man nicht weggehen kann.“ Wer nicht gerne per pedes unterwegs ist und lieber mit dem Bike Natur und Landschaft genießt, profitiert genauso von der Kraft der Natur. So sagte einst Andy Rihs, Schweizer Unternehmer: „Ich habe im Sattel mehr Probleme gelöst als in einem Konferenzraum. Viele Top-Manager bestätigen: Radfahren macht deinen Kopf frei.“ Vielleicht kommen uns beim Radfahren auch einmal so tolle Einfälle, wie es bei Albert Einstein der Fall war, der über seine Relativitätstheorie folgendes sagte: „Mir ist es eingefallen, während ich Fahrrad fuhr.“

Wenn das keine Motivation ist direkt die Schuhe zu schnüren oder das Bike heraus zu holen und ab in die Natur zu düsen!

Wer es weniger mit guten Einfällen hat und bei dem die Fitness im Vordergrund steht, findet draußen in der Natur die besten Bedingungen vor, was selbst wissenschaftlich belegt wurde.

Wer draußen trainiert, reduziert den Stress!

„Bewegung draußen hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Indoor-Training: die Summe von Faktoren, die auf uns Menschen wirken“, sagt Gustav Dobos, Direktor der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin in Essen. Der Geruch des Waldes, der Blick von Anhöhen, glitzernde Gewässer - die Natur bietet positivere Reize und Stimuli als jede Indoor-Mucki-Bude.

Die Wirkung des „Im-Freien-Seins“ ist wissenschaftlich gut erforscht. In Japan gibt es die Tradition des sogenannten Waldbadens - Shinrinyoku ist ein fester Teil der dortigen Gesundheitsvorsorge. Es gibt dort sogar offizielle „Heilbäder“. Eine Studie des Direktors des Zentrums für Umwelt, Gesundheit und Agrarwissenschaft, Yoshifumi Miyazaki, an der Universität Chiba, belegt, dass Waldbaden die Aktivität der natürlichen Killerzellen anregt; ihre Vielzahl im Blut von Versuchspersonen, die bloß einen Tag im Wald verbrachten, steigt um 40 %. Qing Li von der Nippon Medical School of Tokio wies in vielen Studien nach, wie Waldaufenthalte die Stresshormone Cortisol und Adrenalin senken. Ein einziger Waldtag reduziert den Adrenalinspiegel bei Männern um 30, bei Frauen sogar um 50 Prozent.

Weitere positive Einflüsse sind Vitamin D aus der Sonneneinstrahlung sowie beruhigende oder stimulierende Wirkungen im Gehirn durch die verschiedenen Düfte, die in der Natur auf uns einwirken.

Berge, Seen, Flüsse, ausgedehnte Wälder und Wiesen

Man muss nicht gleich nach Japan fliegen, um die Heilkräfte der Natur zu spüren. Es reicht ein Urlaub oder sogar ein Kurztrip in die Bayerischen Alpen, besser gesagt zu uns ins Hotel am Badersee unterhalb der Zugspitze.

Umgeben von grünen Bäumen und den Gipfeln der Alpen mit seiner höchsten Spitze, der Zugspitze, in Alleinlage am klaren Badersee gelegen, erleben Sie Naturidylle von ihrer schönsten Seite.

Gerade im Frühjahr reizt die Landschaft der Berge. Im Wechsel der beiden Jahreszeiten bietet die Natur zahlreiche Vorzüge: noch schneebedeckte Berge neben blütenreichen Almwiesen und im lichten Frühlingsgrün strahlende Wälder. Die Flüsse und Bäche sind vom Schmelzwasser rauschend und an exponierten Lagen beeindrucken enorme Wasserfälle.

Die Frühlingsmonate März bis Mai bieten vielfältige Möglichkeiten die Natur zu entdecken von Ski bis hin zu einem einfachen Spaziergang und das alles einfach von der Haustür des Hotel am Badersee aus.

Und so schließen wir ab mit den Worten von Jean-Jacques Rousseau (frz. Schriftsteller): „Alle Menschen werden die Wahrnehmungen machen, dass man auf hohen Bergen, wo die Luft rein und dünn ist, freier atmet und sich körperlich leichter und geistig heiterer fühlt.“