


2 Übernachtungen inklusive reichhaltigem Frühstücksbuffet, Kurtaxe, Halbpension und Massagen
Ab 194,- € pro Person im DZ
König Ludwig II liebte neben der Kunst und den schönen Dingen des Lebens auch die Jagd. Auf der Pirsch nach Niederwild wurde er vom Werdenfelser Förster auf eine Brotzeit an den Badersee geleitet. Wo heute das Baderseehotel thront, stand zu jener Zeit eine kleine Almhütte, in der ein Fischer wohnte. Der Forellenfang sicherte ihm ein leidliches Auskommen. Das kristallklare Quellwasser bot ideale Wachstumsbedingungen und tut das auch heute noch, was für jeden Besucher sichtbar ist, wenn er die Fische im Badersee betrachtet.
König Ludwig ließ es sich nicht nehmen, in das Boot des Fischers einzusteigen und mit ihm umherzurudern. Angetan von der romantischen Lage des Sees, beschloß der König, an dieser Stelle ein Jagdschloß errichten zu lassen. Allerdings rieten ihm seine Baumeister davon ab, die sich außerstande sahen, am Badersee die von Ludwig gewünschten Wasserspiele in Form von einer hundert Meter hohen Fontaine nebst Grotte zu errichten. Allein der Wassedruck war hier zu niedrig. Diese königlichen Träume wurden jedoch dann später mit Schloß Linderhof realisiert. Trotzdem hat Ludwig II am Badersee bleibende Eindrücke hinterlassen. Die Legende sagt: In der Nähe des Granitmonolithen ließ er eine Nachbildung von Lola Montez im See versenken. Ob das tatsächlich stimmt wird zwar von anderer Seite bestritten, doch wie jeder persönlich feststellen kann, die Nixe liegt immer noch da.

Die Bronzefigur trägt tatsächlich Züge der geheimnisumwobenen Tänzerin Lola Montez. Ihre Liebesbeziehung zu König Ludwig I zwang diesen zum Rücktritt. Wegen jener "Halbweltdame", die entgegen ihrer Behauptungen anstatt 1823 in Sevilla bereits 1818 im irischen Limerick geboren wurde und der man eine ganze Reihe von schlüpfrigen Beziehungen nachsagte, entstand eine tiefe Kluft zwischen dem König und den Münchnern.
Beinahe wäre die Bronzefigur in Vergessenheit geraten, hätte nicht eine Entführung für Schlagzeilen gesorgt. "Nixe taucht auf - Nackte Statue aus dem Badersee entführt" verkündeten die Schlagzeilen der Presse. Junge Taucher hatten die Befestigungsketten geknackt und die Nixe nach Garmisch-Partenkirchen verfrachtet. Dort nahm sich die Polizei der stummen Dame an und beendete ihren unfreiwilligen Ausflug. Jetzt ruht die Nixe wieder friedlich im Badersee. Mit erhobenem Arm scheint sie dem Betrachter aus der Tiefe zuzuwinken. Sie läßt sich dort gerne mit dem bereitstehenden Ruderboot besuchen.